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Tag der Begegnung auf Augenhöhe

Unter dem Motto „Mehr Gerechtigkeit – Für ein menschenwürdiges Leben“ hatte das Bündnis für Menschenwürde und Arbeit am Samstag, 23. November 2013, zu einem „Tag der Begegnung auf Augenhöhe“ eingeladen. Die Veranstaltung war in einem langen Diskussionsprozess als „Ethiktagung von unten“ konzipiert und vorbereitet worden.

Zahlreiche Interessierte füllten den Saal im Mönchengladbacher Haus der Regionen. Am Vormittag wurde ein – ideeller – Marktplatz zu verschiedenen Themen angeboten. Nach der Mittagspause folgte ein Worldcafé mit wechselnden Austauschgruppen zu Themenfeldern wie Arbeitslosigkeit, Beschäftigung/Erwerbsarbeit, Migration und anderen.

In der Einladung hatte das Bündnis Überlegungen zur gegenwärtigen sozialen und politischen Situation und zur Zielsetzung für die Veranstaltung formuliert:

Wir sind Zeitzeugen einer durchgehenden Ökonomisierung aller Lebensbereiche unserer Gesellschaft. Diese Entwicklung beruht auf dem kapitalistischen Wirtschaftssystem, in dem die menschlichen Werte auf den Kopf gestellt werden. Das Kapital beherrscht die Menschen, sie sind seinen Interessen ausgeliefert. Kostenargumente dominieren das Denken und Handeln. Die persönlichen Schicksale benachteiligter Menschen verschwinden hinter einer Wand von Paragraphen und Zahlen. Die politisch Verantwortlichen und die Angehörigen der Verwaltungen sind gegenüber Hilfesuchenden und Antragstellern zu Erfüllungsgehilfen des Systems geworden.

Das Bündnis für Menschenwürde und Arbeit wendet sich unter dem Damoklesschwert verschärfter Repressionen und in engem inhaltlichen Zusammenhang mit seiner Klagemaueraktion im Jahre 2009/10 der besonderen Lebenssituation von Menschen zu, denen es in unserem reichen Land nicht gut geht. Der Versuch einer Nahaufnahme am 23. November 2013 trägt den Titel „Mehr Gerechtigkeit – Für ein menschenwürdiges Leben.“ Es kommen Menschen zu Wort, die ständig kämpfen müssen, um das alltägliche Leben zu bewältigen. Sie werden ihre persönliche Lebenssituation darstellen und haben dies in ihrem jeweiligen sozialen Umfeld als „Heimspiel“ vorbereitet.

Von der Veranstaltung soll ein Signal ausgehen für einen Prozess der Solidarisierung von Menschen, deren Stimme in dieser Gesellschaft nicht zählt. Denn Politik denkt nicht mehr von den Menschen her, sie achtet nicht auf deren Nöte und Ängste, sondern bedient partikuläre Lobbyinteressen. Es muss in diesem Land wieder gerechter und sozialer zugehen.

Dieses Ziel konnte durch einen regen Austausch zwischen den Teilnehmern – Betroffenen, also Erwerbslosen, sozial engagierte Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche, GewerkschafterInnen und andere Aktiven – erreicht werden. Eine Fortsetzung im folgenden Jahr ist auf jeden Fall geplant.

Tagung Bild1

Der Saal im Haus der Regionen füllt sich …

Tagung Bild2

Bühnenbild des Handpuppentheaters.

Tagung Bild3

Arbeitsgruppe beim “World Café” am Nachmittag.

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