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Bündnis für Menschenwürde und Arbeit

Nachrichten aus Gesellschaft und Arbeitswelt

06. August 2021

tagesschau.de
  • Liveblog: ++ STIKO will bald über Schwangeren-Impfung entscheiden ++
    Die Ständige Impfkommission will noch in diesem Monat darüber entscheiden, ob sie die Corona-Impfung für Schwangere empfiehlt. Die US-Gesundheitsbehörde warnt vor täglich Hunderttausenden Neuinfektionen. Alle Entwicklungen im Liveblog.
  • Italien: Zutritt nur noch mit Greenpass
    Italien verschärft die Bedingungen für den Besuch vieler Einrichtungen: Ab heute müssen Besucher einen Schnelltest machen oder ein Impf-Zertifikat vorweisen, den Greenpass. Das hat jetzt schon Folgen für die Impfbereitschaft. Von J. Seisselberg.
  • Kommentar: Die Spitzenkandidaten müssen endlich liefern
    Laschet patzt, Baerbock ebenso, Scholz bleibt blass: Der Wahlkampf dümpelt sieben Wochen vor der Bundestagswahl vor sich hin. Das ist bedenklich. Höchste Zeit, dass die Kandidatinnen und Kandidaten anfangen zu kämpfen, meint Matthias Deiß.

Sie soll nicht nur Probleme der Alterssicherung anprangern

Mitgliederversammlung des Bündnisses im Volksverein

logoDie ausreichende wirtschaftliche Absicherung im Alter bleibt eines der zentralen Themen bzw. Aufgaben des regionalen Bündnisses für Menschenwürde und Arbeit. Das wurde in der jüngsten Mitgliederversammlung des Bündnisses in den Räumen des Geistenbecker Volksvereins erneut deutlich. Das Bündnis engagiert sich im Raum Heinsberg und in den Städten Gladbach und Krefeld. So sind Millionen Menschen derzeit und künftig von Altersarmut betroffen, betonte die Rentenexpertin Jutta Schmitz. Sie arbeitet am Institut Arbeit und Qualifikation, das der Uni Duisburg Essen angeschlossen ist. Schmitz ist ständiger Gast im Bündnis, wenn es um Rentenfragen geht. Auch die zuletzt vorgestellten "Maßnahmen" der Bundesregierung bzw. des SPD-geführten Bundesarbeitsministeriums führten nicht zu einer nachhalten Verbesserung für die RentnerInnen, so Schmitz. Sie beobachtet eine steigende Unsicherheit bei den Betroffenen über die tatsächliche Rentenhöhe.

Bild: Klagemauer 2017Mit der Neuauflage der Klagemauer will das Bündnis auf das Renten-Dilemma bzw. die Altersarmut aufmerksam machen. Genau genommen sind es zwei neue mauerähnliche Kunststoff-Elemente (bis zu vier Meter breit, zwei Meter hoch, bestehend aus mehreren Modulen, was Aufbau und Transport wesentlich erleichtert). Sie können kostenlos von Kirchen, Verbänden, Initiativen usw. ausgeliehen werden. Bündnis-Geschäftsführer Wolfgang Fels berichtete, dass es bereits etliche Anfragen für die Klagemauer aus dem Raum Aachen, Heinsberg, Krefeld und Mönchengladbach gibt. Am 1. Mai auf dem Rheydter Marktplatz werden beispielsweise Bündnis-Mitglieder die Besucher auffordern, ihre Vorstellungen, ihre Kritik und ihre Forderungen zum Thema Alterssicherung auf einen Zettel zu schreiben. Der wird dann an die Mauer geheftet. Auch Skizzen bzw. Fotos können angeklebt werden. Die Aktion Klagemauer/Altersarmut läuft bis zum Herbst 2017, die "Klagen" werden dann vom Bündnis ausgewertet und publik gemacht. Zuvor hatte Herbert Baumann die Bündnis-Runde eröffnet und Mitglieder wie Besucher begrüßt.

 

Johannes Eschweiler präsentierte den Rechenschaftsbericht 2016. Herausragend hier eine Veranstaltung im Volksverein zur Altersarmut, die in einem Positionspapier an die Politik mündete. Fels: "Es war überraschend für uns, wie viele Politiker auch aus Berlin reagiert haben." Die Finanzlage des Bündnisses, das auch eine Zeitung (Bündnis-Brief) herausgibt, bleibt angespannt. Die Kassenprüfer Veronika Beck und Dietmar Micha bescheinigten eine "ordnungsgemäß" geführte Kasse. Beide wurden entlastet und erneut wiedergewählt. Offiziell als neues Mitglied des entscheidenden Bündnisrates nominiert wurde der langjährige Gewerkschafter Reinhold Siegers.

Grundproblem, so Jutta Schmitz in ihrem "Renten-Report", bleibe die Entkoppelung von Lohnentwicklung und Rente, es gebe zudem keine Sachlogik hinter den so genannten Rentenanpassungen, sie seien vielmehr Folge politischer Willensbildung ('"Arbeitgeber entlasten, Wirtschaft muss international konkurrenzfähig bleiben"). Soziale Konsequenzen seien vor allem die Altersarmut bei Frauen ("hoher Anteil Teilzeitarbeit"). Mittlerweile sorge jeder 2. Arbeitnehmer privat vor, allerdings höchst unterschiedlich. Die private Alterssicherung werde immer mehr zum "reinen Arbeitnehmersparen". Und: Wie sollen Geringverdiener noch etwas zur Seite legen können, wenn sie schon jetzt große Probleme damit haben, ihren Alltag zu finanzieren.

Hier lasse die Politik die Menschen alleine.

[Autor: Herbert Baumann]

Mehr zum Bündnis, seinen Aktionen und der Klagemauer: Wolfgang Fels, 0151/178 198 62 | 02161/948 90 83

www.menschenwuerde-und-arbeit.de

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Bild: Klagemauer 2016

 

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Schriftsteller | Aus dem Vortrag "Der tiefere Sinn der Republik" 1927
 

 

 

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Denken Sie immer: daß wir nur eigentlich für uns selbst arbeiten. Kann das jemand in der Folge gefallen oder dienen, so ist es auch gut. Der Zweck des Lebens ist das Leben selbst.

 

Johann Wolfgang von Goethe
(1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann
Quelle: Goethe, Briefe. An Johann Heinrich Meyer, am 8. Febr. 1796

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